Kunst gegen Food Waste

Bild 1_Ein-Mach-Ende_Foto@Niklaus Spoerri

Wie wollen wir leben? Mit dieser Frage befassten sich Valentin Beck (Wettingen) und Adrian Rast (St. Gallen) in ihrer Arbeit «Ein-Mach-Ende», mit der sie diesen Sommer ihr Bachelor-Studium in Kunst & Vermittlung an der Hochschule Luzern – Design & Kunst abschlossen. Ihre Antwort war ein raumgreifendes Gesamtkunstwerk: Während Monaten sammelten die beiden aus Supermarktcontainern abgelaufene, aber noch geniessbare Lebensmittel und kochten diese mit traditionellen Konservierungsmethoden ein. Rund 2’000 Gläser – u.a. mit Fenchelchutney, Caramel-Marronis, Kaktusfeigen-Gelée und vielem mehr – wurden in einem Raum aus Einwegpalletten gestapelt und an der Diplomausstellung an das Publikum verteilt. Im Gegenzug waren die Besucherinnen und Besucher aufgefordert, sich mit den beiden Initianten über das Thema Nahrungsmittelverschwendung auszutauschen.

Bild 2_Valentin Beck und Adrian Rast_Foto@Niklaus Spoerri

Extra für die Messe «Kunst 14 Zürich» in Zürich haben Valentin Beck und Adrian Rast weiteres Essen aus Abfällen aber auch in der Natur gesammelt und haltbar gemacht. Vor Ort können die Besucherinnen und Besucher die Einmachgläser erwerben und sind eingeladen, mit den zwei Künstlern zu diskutieren. «Wir freuen uns darauf, unser Werk im Rahmen der Kunstmesse zeigen zu dürfen und hoffen, dass es spannende Gespräche eröffnet», sagt Adrian Rast. Und Valentin Beck ergänzt: «Es wird hochinteressant und wir sind schon sehr neugierig darauf, ob bzw. wie der Erwerb unserer Kunst beim Publikum in eine Verhandlung über Werte mündet.»

 

Die «Kunst 14 Zürich» findet vom 30. Oktober bis 2. November in der ABB-Halle 550, Ricarda- Huch-Strasse, in Zürich-Oerlikon statt. Der Ausstellungsstand der BEWE-Stiftung ist Stand C5.

1 Kommentare

  1. Sehr gut gelungen, die Kunstinstallation! Das spricht mich auch persönlich sehr an, dass dieses gesellschaftlich bedeutsame Thema mit Kunst angesprochen wird, um die Leute zum Nachdenken anzuregen. Manchmal bekomme ich den leisen Eindruck, dass die Leute erst dann die Lebensmittelverschwendung reduzieren werden, sobald die Nahrungsmittelpreise stark anziehen. Ähnlich mit dem Treibstoff/Benzin. Sehr schön aber, wenn versucht wird, ueber weichere Wege die Menschen zum Ueberdenken Ihrer Verhaltensmuster anzuregen.

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