Kategorie: Talk Of The Month

Die Ethik des Essens.

Mein Buchtip des Monats: Ethik des Essens von Harald Lemke. Einführung in die Gastrosophie
(2. Auflage – überarbeitete Neuausgabe)

Wie ernähren wir uns verantwortungsvoll? Ernährungsethik zählt zu den neuesten Entwicklungen der praktischen Philosophie. Angesichts der globalen Ernährungskrise stellt sie sich den unausweichlichen Fragen: Wie kann sich die Menschheit ernähren? Wie »gut« sollten wir essen, so dass alle in den Genuss guten Essens kommen? Wie lässt sich eine Gastroethik begründen?
Weit mehr als von Kapitalismuskritik oder der Ausweitung der internationalen Protestbewegungen geht die Ernährungswende von unserem Denken aus – von einem gastrosophischen Umdenken. Harald Lemke macht deutlich: Es ist höchste Zeit, die dafür notwendigen Grundlagen zu schaffen und mit einer radikalen Selbstkritik der westlichen Philosophie des Essens zu beginnen.
Neuausgabe – mit einem ausführlichen Vorwort zur Frage: »Was isst der Mensch?«

Auszug aus dem Interview mit Lemke auf SRF am 14 Juli 2015

Läuft es darauf hinaus, dass wir alle zu Vegetariern oder sogar zu Veganern werden müssen?

Harald Lemke: «Ich würde sagen: Lebe so viel Veganismus wie Du kannst. Es darf kein «Du sollst» sein. Ich plädiere für einen gastrosophischen Hedonismus. Der besteht darin, dass wir uns wieder mehr Zeit lassen für das Essen. Das bedeutet auch, dass wir vielleicht alle Teilzeitbauern werden müssen. Urban Gardening ist meiner Meinung nach kein kurzfristiger Trend. Wenn ich meine Lebensmittel teilweise selbst produziere, bekomme ich einen ganz anderen Bezug zu dem, was ich esse.»

Aber ist das alles nicht ein wenig zynisch angesichts des Welthungers?

Harald Lemke: «Das steht im unmittelbaren Zusammenhang. Immer noch leiden rund 800 Millionen Menschen auf der Welt Hunger. Ein Schritt, sie aus der Armut zu befreien, wäre, dass wir nicht mehr in unseren Supermärkten Billigprodukte kaufen. Denn das bedeutet, dass diese Menschen weiterhin schlecht bezahlt werden, weiterhin zu wenig Geld zum Essen haben. Es geht da um fairen Handel. Wenn wir unser Ess- und Konsumverhalten verändern, können wir damit Einfluss nehmen auf die grossen Lebensmittelkonzerne.»

Aber wie erreicht man die Menschen mit diesen Botschaften?

Harald Lemke: «Die Grosswetterlage ist, dass wir schon früh eine grundsätzliche Abwertung des Essens vornehmen. Weil Essen uns in die Nähe von Tieren bringt. Also tun wir so, als wäre Essen nebensächlich. Aber wir haben keine Nahrungsinstinkte wie die Tiere. Also müssen wir unser Hirn benutzen, um zu wissen, wie wir uns richtig ernähren. Wir sollten also alle versuchen, das Essen in seiner grossen Bedeutung neu zu entdecken. Alltäglich. Anthropologisch.»

Zum ganzen Interview auf SRF. 

 

PDF Link zu Ethik des »guten Essens«: Gastrosophisches Plädoyer für eine nachhaltige Esskultur

 

Grünes Licht für vegane Ernährung.

Die vegane Ernährung für Schwangere und auch Kleinkinder ist problemlos möglich, sofern man wichtige Dinge berücksichtigt wie zum Beispiel die Supplementierung von Vitamin B12. Gestützt wird diese Aussage von drei Fachärzten, die Beiträge verfasst haben zu meinem neuen Buch «Vegan Love».

  • Kochbuch und Ratgeber für Schwangerschaft, Stillzeit, Baby und Kleinkind.
  • Basiswissen und über 80 vegane Rezepte für eine ausgewogene Ernährung.
  • Mit Beiträgen von drei Fachärzten zur medizinischen Unbedenklichkeit.

Viel Gemüse, Früchte, Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte in der täglichen Ernährung versorgen den kleinen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen. Um gesundheitliche Risiken auszuschliessen, braucht es ein fundiertes Ernährungswissen, den Einbezug von Ernährungsexperten und die Nahrungsergänzung mit Vitamin B12. Die Grundlagen dazu liefert dieses Buch. Die 80 Rezepte sind ausgewogen, biologisch besonders hochwertig und lassen sich ohne Fertigprodukte mit wenig Zeitaufwand zubereiten. Beginnend mit der idealen Ernährung bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und Stillzeit über Breikost und feste Nahrung bis zum dritten Lebensjahr. Mit wertvollen Beiträgen von drei fachlich ausgewiesenen Ärzten und Ärztinnen sowie vielen praktischen Tipps und Hinweisen zur Umsetzung im  Alltag. Lauren Wildbolz lebt seit ihrem vierzehnten Lebensjahr fleischlos und ernährt sich heute mit ihrem Ehemann und ihrer dreijährigen Tochter vegan.

Lauren Wildbolz, Unternehmerin, Food-Aktivistin, Kochbuchautorin und mit der 2010 eröffneten »vegan kitchen and bakery« eine der Pionierinnen der veganen Ernährung in der Schweiz. Veranstalterin veganer Kochkurse, Bloggerin und Betreiberin eines Catering-Unternehmens.

Fotos: Andrea Diglas

«Vegan Love» ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. Einblicke ins Buch gleich hier.

  • Kochbuch und Ratgeber für Schwangerschaft, Stillzeit, Baby und Kleinkind.
  • Basiswissen und über 80 vegane Rezepte für eine ausgewogene Ernährung.
  • Mit Beiträgen von drei Fachärzten zur medizinischen Unbedenklichkeit.

ISBN: 978-3-03800-921-4
Einband: Gebunden
Umfang: 240 Seiten
Gewicht: 1015 g
Format: 19.5 cm x 26.5 cm

Online Bestellen gleich hier.

 

 

Tattoos for Charity @ The Vegan Market

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An dem ersten Vegan Market in Zürich im EWZ wage ich mich an ein Charity Projekt: Tattoo for Charity soll Mensch und Tier zur Weihnachtszeit unterstützen: Der vollumfängliche Gewinn jedes gestochenen Tattoos an The Vegan Market Zürich (2-4Dez 2016) geht zur Hälfte an die Schweizerische Flüchtlingshilfe und zur anderen Hälfte an das Lebenshof-Projekt Hoffnarr .Mit diesem Charity Projekt will ich die vegan Lebensweise thematisieren: Ich stelle Mensch und Tier auf die selbe Ebene.

Uns hier sind die Künstler, für 3 Tage, jeweils ein/eine KünstlerIn:

sinchiliendo

Für Freitag von 11: 30-21Uhr bei  Sinchi
Mehr Infos zu Sinchis Arbeit auf www.sinchiliendo.com
filipgauracandra
Für Samstag kommt Filip Gauracandra
Mehr Infos zu Filip`s Arbeit „OM TATT SAT“ auf Instagram hier
Und seiner Page hier.
kimrossini
Für Sonntag 10:00-18Uhr bei Kim per Email an

Mehr Infos zu der Arbeit von Kim auf www.kimrossini.ch

Terminvereinbarungen bis zum 30.11!
www.theveganmarket.ch 2-4 Dezember im EWZ Zürich, Tramstrasse 35, 8050 Zürich

Vegan Queens

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=8r-YuPm4HOI[/youtube]
Am 06.Oktober 2016 erscheint das neues Kochbuch “Vegan Queens” von Sophia Hoffmann bei Edel Books. Neben 10 prächtigen veganen Menüs stellt Sie euch 10 Unternehmen im Gastrobereich vor, die von Frauen geführt werden. Unteranderen Königinnen auch die Schweizer vegan Queen Lauren Wildbolz. Über 80 Rezepte und 10 inspirierende Erfolgsgeschichten aus der Küche! Nicht verpassen und ein Buch fassen;-)

Aquafaba

aquafabaEin Abfallprodukt kann nun die industrielle vegane Eiweißalternativen ablösen.

Aquafaba heisst die vegane Antwort auf Eiweißschnee, ist schnell gemacht und kostet sehr wenig. Das Kichererbsenwasser kann sowohl aus der Dose, am besten hierzu verwenden Bioprodukte verwenden, als auch aus dem Kochwasser von den getrockneten Erbsen gewonnen werden. Die zweite Methode verlangt etwas Geduld, da man nach dem Abkochen das Wasser mit den Kichererbsen noch über Nacht im Kühlschrank aufzubewahren sollte.

Aber nun mal ganz von Anfang an: Das Zauberwort um welches hier geht ist pflanzlicher Eiweißschnee, jahrelang haben wir gedacht nur mit Apfelmus welchen imitieren zu können. Oder aber benutzen wir meistens einen aufschlagbaren Pflanzenrahm auf Soja-Basis: Soja-Rahm/Créme wie die  SojaLine von der Migros (ungezuckert) oder  SOY WHIP von Soyatoo (gezuckert).

Mit Aquafaba gelingt im nu nicht nur luftiges Baisergebäck (wie Baiser-Hauben!), Macrones und ganze Torten, sondern auch feine Desserts wie Mousse au Chocolate und vile mehr.

Denn der natürliche und rein pflanzliche Eiweißersatz lässt sich auch wunderbar zu Pikantem Speisen verarbeiten. Burger, Käse, Butter und Mayonnaise bekommen mit Aquafaba ihre gewünschte Konsistenz.

Aquafaba bedeutet übersetz vom lateinisch „aqua“ =Wasser und „faba“ = Bohne

Die finden sich großteils in jedem gut sortierten Haushalt wieder. Vanillezucker, Staubzucker, Weinstein(wird wie Backpulver oder Sahnesteif verwendet) und Zitronensaft sind keine Exoten in der Küche. Ergänzt man diese noch mit dem Kichererbsen- oder Bohnenabtropfwasser und fügt noch Guarkernmehl hinzu, erhält man eine gute Basis für viele Speisen.

 

Rezept für den rein pflanzlichen Eischnee

Zutaten für 1 Portion, Zubereitungszeit ist ca. 

Zutaten für 1 Portion (bspw. ein Mousse au Chocolate)

  • 125ml Abtropfwasser von einer Dose Kichererbsen (vorzugsweise mit wenig Salz)
  • ½ TL Guarkernmehl / Xanthan
  • 4 Tropfen Zitronensaft
  • 60g Rohroh-Puderzucker
  • 1 Messerspize Bourbon Vanille-Samen

Zubereitung

Alle Zutaten bis auf den Zucker in eine Schüssel geben und für 2min aufschlagen. Dann den Rohroh-Puderzucker zugeben und für 5min weiterschlagen bisder Schaum fest wird und Spitzen bildet.

Den Schnee am besten gleich weiterverarbeiten.

Info: Achtung beim Experimentieren im Ofen, den der Schnee verträgt keine hohen Temperaturen über 100°C. Er lässt sich dafür super im Dörrautomat trocknen oder im Backofen bei niedrigen Temperaturen unter 100°C.
Mehr Infos zu Aquafaba, Rezepten gleich hier:

A Declaration of Love Part. 1

A Vegan Food Love Story  – Roots

 

Photo: Andrea Monica Hug

Wer mir schon einmal beim Essen zugesehen hat oder mich etwas besser kennt, der weiss, was für eine Geniesserin ich bin. Ich esse lieber nichts, als dass ich etwas esse, was mir nicht schmeckt.

Was Essen – und da meine ich „real, proper food“ – für mich bedeutet, für meine Lebensqualität, für meinen Körper, meine Psyche und Gesundheit, musste ich diesen Winter in Japan erfahren.

Denn „real, proper food“ macht mich gesund, glücklich und zufrieden. Es kann nämlich so einfach sein!

Es gibt zwei Restaurants in Zürich, die sich im letzten Jahr das Prädikat „I really LOVE LOVE LOVE your food“ verdient haben.

Eines davon ist das Roots. http://www.rootsandfriends.com/

Seit knapp 10 Monaten sorgen die Roots Boys und Girls! (Gäll Angie & Anja!) dafür, dass ich, auch unterwegs, nicht verhungere. So flog ich schon mit Verpflegung vom Roots von Zürich nach London.

Zentral gelegen, in Gehdistanz des Zürcher Hauptbahnhof, in einer Parallelstrasse zur Bahnhofstrasse zwischen HB und Globus Bahnhofstrasse, auf der Rückseite vom Fielmann, liegt das Roots perfekt in meinem Einzugsgebiet.

Egal, was man bestellt, es wird alles frisch für Dich zubereitet, was während des Mittagansturmes zu kurzen Wartezeiten führt. Aber das Warten lohnt sich allemal!!!

 

Photo: Andrea Monica Hug

 

Ob Breakfast to go, Smoothie, Lunch oder feinster italienischer Kaffee, hier wird auf Nachhaltigkeit und Qualität geachtet.

Das Take Away Geschirr besteht hauptsächlich aus organischen und rezyklierten Materialien.

Seit ein paar Tagen mit neuer SPRING TIME Karte: Check it out!!!

 

 

Photo: Andrea Monica Hug

Photocredit: die wunderschönen Fotos sind von Andrea Monica Hug

http://chic-in-zurich.ch/