Der diskriminierende Zopf

Dinkel_Zopf_vegan

Dinkelzopf vegan, mittel, 400 g von John the Baker

 

Bisweilen schäme ich mich dafür, eine Veganerin zu sein.

Manchmal auch für andere Veganer_innen.

Doch fangen wir bei mir an. Ich bestelle im Sprüngli am Paradeplatz Tee und möchte die Servierdame aus einer keinen allzu guten Laune heraus provozieren: „Sojamilch händ ihr ja nöd.“ „Gleich höre ich die gleiche Antwort, die ich seit Jahren bekomme,“ denke ich mir. Doch die Servierdame tut mir den Gefallen nicht und erwidert mit der professionellen Freundlichkeit der Sprüngli-Mitarbeiter_innen

„Doch hämmer.“

Fremd schämen tue ich mich im Sprüngli auch, nachdem ich Yves Spink frage, aus welchem Grund der vegane Zopf nicht mehr mit vegan angeschrieben ist und er mir antwortet, vegane Kunden hätten sich bei ihm beschwert. Sie fühlen sich diskriminiert.

Der vegane Zopf ist darum unter der politisch korrekten Bezeichnung Dinkelzopf erhältlich und die Welt hat ein grosses Problem weniger.

 

PS: Der Dinkelzopf, meiner Meinung nach der Feinste der Stadt, führt übrigens nicht nur die Filiale beim Stadelhofen. John the Baker eröffnet bald eine zweite Filiale im Kreis vier. Weitere Infos findet ihr hier:

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1 Kommentare

  1. „…vegane Kunden hätten sich bei ihm beschwert. Sie fühlen sich diskriminiert.“ 😀 so lustig geschrieben.

    John Baker macht politisch korrekt gesagt das beste brot von ganz zürich und sprüngli… ach ich liebe den sprüngli!
    habe jetzt die mittleiung bekommen, dass sie fast kein palmöl benutzen. so brav 🙂

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